Mitleid mit den Bodensee-Fischer oder Mitgefühl mit den Fischen?


Man liest es ja, der Bodensee hat zu wenig Fische, die Anzahl der Bodenseefischer ist seit 1980 von 180 auf 116 zurückgegangen, weil das Wasser im See immer "sauberer" (weniger Phosphat) wurde, deshalb die Nahrung für die Fische zurückging (weniger Algen, weniger Fische babal ausgedrückt).
http://www.welt.de/regionales/muenchen/article118644011/Der-Ueberlebenskampf-der-Bodensee-Fischer.html

Nun gab es heute mit dem zugehörigen Ministerium in S ein Gespräch, aus dem man entnehmen kann, dass man erwägt den See wieder etwas mehr aufzufüttern, so dass mehr Nahrung für die Fische zusammenkommt (natürlich geht das eigentlich nur, wenn der See wieder dreckiger wird oder eben mit Düngerzusätzen). die Hoffnung auf eine Teillösung keimt bei den Fischern wieder auf.
Nun aus veganer Sicht wäre es uns lieber die wenigeren Fische könnten ihr artgerechtes Leben bis zu ihrem natürlichen Tode weiterführen, auch wenns weniger Nahrung gibt. Aussterben werden sie nicht, solange sie nicht gefangen werden. Unser Mitgefühl liegt bei den Fischen.
Natürlich sehen wir die Arbeitsplätze und das Auskommen der Bodenseefischer damit weiter gefährdet. Aber viele Traditionsberufe haben in den letzten 100 Jahren aus vielerlei Gründen aufgeben müssen, sei es durch den Gesellschaftswandel, die Technik. Sie mussten neue Jobs suchen, die meisten haben das auch geschafft.
Daher sehe ich dies auch für die Bodenseefischerei nicht von Übel, vielleicht auch eine neue Chance ( z.B. Tofurei). Es gibt nun mal kein Recht auf die gleiche Lebensarbeit für alle Zeit.Der Plan war ohnehin die Anzahl der Berufsfischer hier auf 80 zu senken.

Ich hoffe auf die Sturheit der Behörden dem Wunsche der Bodenseefischer nicht nachzugeben, den Fischen, der Natur und unserer Trinkwasserqualität wegen!

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